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August 23, 2008 @ 9:14 pm

Neues Hobby: Geocaching

Ein verregneter Urlaub plus ein Artikel in der Eckernfördener Tageszeitung sorgten für ein neues Hobby: Geochaching. Dabei handelt es sich um eine Art moderne Schnitzeljagd oder wie ich es auch gerne nenne "Das zielgerichtete Spazierengehen".  Das Prinzip ist denkbar einfach: Beliebige Personen verstecken an beliebigen Orten sogenannte Caches. Bei diesen Caches handelte es sich unter anderem um Listen in die man sich Eintragen kann, bis hin zu kleinen Schatzkisten in denen andere Geocacher Gegenstände hinterlassen haben. In der Regel sind die Caches an Orten versteckt, die in irgendeiner Art und Weise besonders sind: Das reicht von Sehenswürdigkeiten bis hin zu anderen interessanten Plätzen, die man als "normaler" Besucher vermutlich nie entdeckt hätte. Aber wie genau läuft das nun ab?  Ganz einfach ….

Andere Geocacher verstecken an ihnen bekannten, interessanten Orte die Caches und leiten so andere Geocacher dorthin. Damit die anderen Personen diese Caches auch finden, werden dazu die GPS-Koordinaten vermerkt und auf entsprechenden Seiten zusammen mit Hinweisen wie man den Cache finden kann (bzw. was man beachten) muss veröffentlicht. Die vermutlich größte internationale Community der Cache-Sucher ist unter http://www.geocaching.com, ein deutscher Ableger ist unter http://www.geocaching.de zu finden.

Man sucht sich also auf den oben genannten Portalen einen interessanten Cache in seiner Umgebung heraus, nimmt sich ein GPS Handgerät und macht sich auf den Weg. Als Neueinsteiger hatten wir natürlich kein GPS Handgerät zur Verfügung und so ging es dann erst einmal Richtung Kiel in den Männerladen, um dort ein Garmin GPS eTrex H zu erstehen: Robust, handlich und ohne viel Schnick-Schnack. Wir brauchen keine Karten oder ähnliches, es reichten die Standard GPS Handgerät Features wie Wegpunkte, Tracking und Routen – alles sogar einhändig zu bedienen.

Ostseeküste Damp Unsere zweite erste Tour ging zu diesem Cache: Steilküste Schönhagen – ein guter Test für das GPS Gerät, da ich die Steilküste von früheren Besuchen schon kannte aber natürlich noch die genauen Koordinaten der Position des Cache finden mußten. Der Cache war schnell gefunden, wir wurden mit einer grandiosen Aussicht belohnt und uns hatte das Fieber gepackt. Bei dem Cache handelte es sich um einen sogenannten Micro-Cache, der kleinsten Cache Form. In der Regel ist das dann eine kleine Filmdose, in der eine Liste zu finden ist in der man sich verewigen kann. Filmdosen haben den Vorteil, das diese wasserdicht sind und somit lange in der freien Wildnis überstehen werden. Die Caches sind immer gut versteckt, das heißt man kann durchaus einige Zeit mit dem Suchen verbringen. Bei der Suche nach einem Cache muss man immer darauf achten, das kein Muggel in der Gegend ist und einen beobachtet. Als Muggels werden die normalen Spazierengeher bezeichnet, die von Geocaching keine Ahnung haben, denn: Wird so ein Cache von einem unwissenden per Zufall gefunden, kann es gut sein, das dieser den Cache entfernt.

DSC01389 Zurück in Berlin haben wir uns natürlich gleich aufgemacht um die Caches in unserer Umgebung zu erkunden. Als erstes Ziel wurde die Römerschanze auserkoren, ein sogenannter Multi-Cache in einem nahegelegenen Wald, den ich schon seit Jahrzehnten kenne.  Ein Multi-Cache ist eine Suche über mehre Positionen und somit natürlich deutlich spannender: In jedem Cache den man findet, gibt es die GPS Koordinaten des nächsten Caches. Im Fall der Römerschanze war das auch noch mit einer Multiple-Choice Aufgabe verbunden, was waren wir froh das wir ein Handy dabei hatten und so Wikipedia abrufen konnten. Wie einführend erwähnt, können Einheimische interessante Örtlichkeiten markieren. In diesem Fall – ich wohne seit 20 Jahren in Kladow, bin hier aufgewachsen – habe ich dank der Cache-Suche einen Turm – genauer gesagt der Mirenturm – mitten im Wald gefunden, den ich bis dato noch nie so wahrgenommen hatte und das obwohl ich in diesem Wald schon 100erte Mal mit dem Fahrrad durchquert hatte. Genial. Der Geocacher der diesen Multicache angelegt hat, hat sich sehr viel Mühe gegeben: Neben den Multiple-Choice Fragen, war in jeder "Schatzkiste" eine Playmobil-Figur im Wikinger-Stil versteckt – natürlich nicht zum mitnehmen, aber das machte die Suche noch viel spannender. Danke dafür auch nochmal an dieser Stelle. Die Römerschanze war auch der erste Cache, den wir leider nicht gefunden hatten aber wir werden nicht aufgeben: Morgen geht es erneut los, ein frischer Blick ist manchmal Gold wert.

Profile for FinLumIch hoffe ich habe mit diesem Artikel ein wenig Interesse am Geocaching geweckt, wer Fragen hat kann sich gerne bei uns melden. Neben den oben aufgeführten Cache Varianten gibt es noch eine Vielzahl an Variationen so zum Beispiel Nacht-Caches, also Caches die man nur Nachts finden kann. Wir haben jedenfalls noch einiges zu tun, wenn ich mir die Umgebungskarte von Berlin anschaue und: Ihr würdet Euch wundern, wie oft Ihr schon an Caches vorbeigelaufen seid, ohne davon zu wissen.  Wer Kontakt aufnehmen möchte findet uns unter FinLum auf http://www.geocaching.com.


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Kategorie: Gut

2 Comments »

  1. Posted by tAXMAN

    August 25, 2008 @ 7:38 pm

    Hihi, klingt nach einer interessanten Beschäftigung für den Urlaub. Schade nur, das meiner gerade jetzt vorbei ist. Ich schau mir das aber mal an. Mal sehen ob es hier in der Nähe was gibt.

  2. Posted by Lumbert

    August 25, 2008 @ 8:20 pm

    Gibt garantiert was in Deiner Nähe, alleine hier in Kladow sind schon 10 Caches mit Rad oder zu Fuß erreichbar. Wir werden jetzt die Wochenenden dazu benutzen, die Umgebung abzuklappern bzw. endlich die Römerschanze zu lösen. Vielleicht entdecken wir ja noch einen Turm, von dem ich vorab noch nie wahrgenommen habe … :-)

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