November 7, 2008 @ 11:00 pm
last.fm – Musik entdecken
Eigentlich müßte der Titel für diesen Blogeintrag ‘tAXMAN ist Schuld’ heißen, schließlich war seine ‘tAXMAN hört …’ Rubrik ausschlaggebend dafür, das ich mich endlich mal mit last.fm beschäftigt habe. Endlich und eigentlich viel zu spät, ich weiß ich komme aus einem tiefen, tiefen dunklen Wald. Aber vielleicht gibt es ja noch Individuen da draussen die in einem noch dunkleren Wald wohnen und per Zufall über diesen Beitrag stolpern und dann – wie ich – bekehrt werden. Was ist last.fm? Ganz einfach: Eine Radiostation im Internet. Allerdings eine ganz besondere …
Im Detail: Das Prinzip von last.fm basiert darauf, das User die Musiktitel die sie gehört haben zu last.fm hochspielen – scrobbeln nennt man das Ganze. Dabei werden wohlgemerkt nur die Titelinformationen (anonym) hochgespielt und nicht wirklich mp3′s durch die Gegend gejagt. Da dies Millionen von Usern machen ist last.fm in der Lage, Beziehungen zwischen den gehörten Titeln herzustellen und als Folge davon in der Lage personalisierte Radio-Kanäle anzubieten. Im Klartext bedeutet das, das last.fm bspw. weiß welche Titel ähnlich sind wie Klee und diese in dann in einem Radiokanal zusammenmixt. Diese Radiokanäle können dank einem Deal mit den vier großen Labels im Musikbusiness komplett gehört werden, obwohl man diese Titel gar nicht besitzt. Logischerweise kann für diese Radiostationen nur ein Thema vorgeben werden, aber es ist nicht möglich zielgerichtet einzelne Titel (mit Einschränkungen schon, aber das ist eigentlich nicht das Ziel) bzw. nur Titel einer CD hören. Radio ist das Thema. Und wie ist ein Radio aufgebaut? Genau: Ein Mix von Musiktiteln.
Was bringt mir das? Ganz einfach: Da mir in so einem Radiokanal meinem Musikthema ähnliche Musikstücke vorgespielt werden, entdecke ich neue Musik vorzugsweise von Künstlern von denen man noch nie vorher gehört hat, die aber trotzdem zu meinem Hörgeschmack passen. Sind wir doch mal ehrlich: Man hat seine mp3 Musiksammlung, man hört immer wieder die gleichen Stücke aber wirklich neues kommt nicht oder nur sehr selten dazu. last.fm ermöglicht eine ungemeine Horizonterweiterung, man lernt Bands kennen die man auf normalen Wege niemals kennengelernt hätte. Genial.
last.fm bietet Clients für alle gängigen Plattformen und Hardware an. Ich benutze zum Beispiel hauptsächlich die last.fm IPhone Applikation für unterwegs/Büro, während der Client auf dem heimischen Windows-PC dafür sorgt, das meine per ITunes gehörten Titel auch zu last.fm ge’scrobbelt werden. Auf der Homepage kann ich unter meinem Account meine Hörhistorie im Detail verfolgen, bekomme Empfehlungen und kann die Aktivitäten meiner Freunde nachverfolgen. Somit lerne ich wiederum neue Musik kennen und das Ganze ist – wie erwähnt – komplett anonym. Wer also nicht möchte, das sein Musikgeschmack bekannt ist, gibt sich einfach einen unbekannten Phantasienamen und das war es.
Wovon lebt last.fm? Auch einfach zu beantworten: Es gibt – Gott sei Dank – noch Menschen, die kaufen sich Musik die Ihnen gefällt. last.fm verdient ein Teil seines Geldes über affiliate-Links, d.h. sie bekommen für jeden über die Plattform verkauften Titel eine Provision. Der andere Teil erfolgt über eingeblendete Werbung wie bspw. Adsense oder durch den Verkauf von Abonnements die einen werbefreien Zugang ermöglichen und auch das abspielen eigener Playlists erlauben. Aber wohlgemerkt ist dies kein Zwang: Wer bspw. ausschließlich die kostenfreie IPhone Applikation benutzt, muss sich nach der Registrierung auf der Webseite nicht noch einmal einlogggen. Aber man verpasst etwas, wenn man es nicht macht.
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Tags: IPhone, last.fm, mp3, Musik, Radio
Kategorie: Gut Permalink
2 Comments »
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Posted by tAXMAN
November 11, 2008 @ 12:45 pm
Endlich würdigt mal jemand meine Playlist. :p
Last-FM ist geil. Sonntag zum Frühstück das Notebook und Anlage an, Klinke rein und Last-FM-Radio gestartet. Dank langer Nutzung ist “meine” Station nur mit guter Musik belegt. Kein Gequatsche, keine Werbung, …
Posted by Lumbert
November 11, 2008 @ 5:38 pm