March 12, 2009 @ 7:07 pm
Der Amoklauf und die Killerspiele
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung befindlicher Jugendlicher wird vom Vater an Waffen ausgebildet. Die psychiatrische Behandlung – und dazu gehörte wohl auch die stationäre Behandlung in einem Krankenhaus – wurde seitens des Jugendlichen abgebrochen. Die Waffe war für den Amokläufer zugänglich, zusammen mit – so die letzten Infos – 4600 Schuß (!!) Munition die der Vater zu Hause aufbewahrte … und es gibt jetzt tatsächlich “Journalisten” die sich nicht zu Schade sind, darüber zu reden das der Junge zu viele Horrfilme geguckt hat, ein Fan von Counterstrike war und somit suggerieren, warum es zu dieser Tat kam. Übrigens: Noch bevor überhaupt die Auswertung des Computers des Amokläufers begonnen hat. Lobbyisten und andere Politiker nutzen das Ereignis zur Durchsetzung ihrer Interessen und fordern schon mal pauschal das Verbot von Killerspielen. Und andere geben nur Äußerungen vor sich, wo man aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskommt – ein Beispiel: “Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können”, sagte der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung” (Quelle). Vielleicht sollte sich der Präsident der Deutschen Verbrechensbekämpfung mal lieber dazu äußern, wieso jemand als Vereinssportschütze 4.600 Schuß Munition zu hause haben darf …
Aber was red ich, ich bin ja laut Stern.de nur Pöbel der die Schnauze zu halten hat – was es übrigens mit dem Qualitätsjournalismus des Stern (und anderen) auf sich hat, kann man bei Stefan Niggemeier nachlesen.
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