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September 5, 2009 @ 10:20 pm

Das Ende einer Odysee

Oder: Wie man es schafft zwei Wochen lang vom eigenen Rechner verarscht zu werden. Genauer gesagt vom Spiele-PC des Sohns, denn ich bin ja – jetzt umso mehr – glücklicher Mac-User.  Es fing alles damit an, das der Flugsimulator X nicht mehr lief. Das Programm ließ sich starten, blieb dann aber irgendwann hängen. Nun gut, kennt man ja: Irgendein nachträglich installiertes Drecksprogramm wird ein paar DLL’s überschrieben haben – auf so einer Maschine wird ja viel installiert. Die Lösung liegt nahe: FSX deinstallieren und neu installieren … theoretisch.

Beim Versuch FSX neu zu installieren gab es irgendwann eine Fehlermeldung die besagte, das eine Datei auf der Installationspartition nicht gelesen/überprüft werden kann und das Setup konnte nur abgebrochen werden. Dies resultierte in einem – im Netz gefürchteten – "Fehler -1603". Bevor Google bemüht wurde, versuchten wir die gängigen Maßnahmen: Virenscanner aus, Defrag, Platte prüfen. Schließlich deutete der Fehler daraufhin.  Aber leider: Auch diverse neue Versuche von den DVDs zu installieren, resultierten immer im gleichen Fehler. Wer schon einmal mit dem FSX zu tun hatte, weiß das Installation als auch Deinstallation eine kleine Ewigkeit braucht. Das machte die Sache nicht einfacher sondern nur nervtötender.  Nach einer Google Suche wurde – augenscheinlich – bestätigt das der Fehler -1603 ein sehr hartnäckiges Problem darstellen kann: Es gibt diverse Lösungsansätze (Patch einspielen, Installer Registry säubern, usw. usw.) – für alle diese Lösungsansätze mussten diverse Programme von den Microsoft Seiten runtergeladen werden. Es half nichts. FSX ließ sich nicht installieren.

Zeitgleich häuften sich die Bluescreens mit diversen Fehlermeldungen. All das deutete für mich daraufhin, das Windows instabil war – die Vermutung lag IMHO immer noch nah, das eine Installation eines alten Programms irgendwelche DLLs überschrieben hat und diese versionstechnisch nicht mehr konform waren.  Eine Windows Reparatur inkl. dutzenden von Updates via Windows Update brachte auch keinen Erfolg. Die zunehmenden Bluescreens und die Auswertung der Memory Dumps via Windows Debug Tool brachte keine neuen Erkenntnisse ausser das ggf. der Speicher ein Problem hat.  Ein Speichertest via memtest wurde – und hier leistete ich mir einen wirklich groben Patzer – falsch interpretiert. Warum? Keine Ahnung. Hektik/Streß und sich immens steigernde Genervtheit waren dafür vermutlich der Auslöser.  Ich ging nach dem MemTest davon aus, das der Speicherriegel in Ordnung ist.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir also bereits zwei getrennte Probleme.  Problem 3 kam schnell hinzu: Der Rechner ließ sich irgendwann nicht mehr einschalten. Lüfter des Boards und der Graphikkarte liefen an, aber das war es dann auch. Nicht einmal der Bios-Screen war zu sehen.  Das war der Zeitpunkt wo es dann zum PC-Dealer ging: Kurz das Problem beschrieben, ein neues Netzteil mitgenommen – wobei der dortige Mitarbeiter klar auf den Prozessor tippte. Ram ist ja in Ordnung.  Das neue Netzteil brachte – ich möchte fast sagen erwartungsgemäß – keine Besserung und so ging es am folgenden Tag samt Rechner zum PC-Dealer.  Hier erlebte ich eine unglaubliche Serviceleistung: Obwohl sich diese Händler über den Preis und nicht über den Service definieren, bastelte der Mitarbeiter vor meinen Augen knapp eine Stunde am Rechner. Komponenten wurden getauscht (nicht der Speicher, denn der war ja "ok" …) und siehe da: Das Motherboard muss einen Schlag weghaben, sowohl mit neuem als auch altem Prozessor startet der Rechner nicht.  Das das Motherboard der Übeltäter war, passte auch zu einem Erlebnis ein paar Wochen zuvor: Beim Abziehen des Ipods vom USB ging der Rechner einfach aus.  Also: Altes Motherboard raus, neues rein. Freundlicherweise gleich vor Ort. Alles zusammengesteckt, Rechner an, Windows startet und stürzt ab. Logisch, kann passieren, ist ja ein neuer Chipsatz. Nochmal gestartet. Alles schön. Kind glücklich. Ich auch. Aber nur kurz.

Zu hause angekommen, wurde überlegt Windows neu zu installieren. Wir haben es erst einmal so probiert, aber in den nächsten zwei Tagen gab es immer wieder BlueScreens. Also musste der "Kleine" in den sauren Apfel beißen und der hieß mit Namen "Neuinstallation" und zwar komplett. Schade um die Save-Games, aber es geht nicht anders. Während der Neuinstallation gab es einen Bluescreen. Hier schoss mir der Speicher wieder in den Kopf, was anderes blieb einfach nicht mehr übrig und ich machte noch einmal den MemTest, diesmal mit mehr Ruhe. Das Ding schmiss nur mit Fehlern um sich. Rechner auf und den Ram-Riegel nochmal neu eingesteckt, ggf. hat ja der Transport das Ding gelöst oder Staub ist im Slot.  Ein weiterer MemTest, gleiches Bild, Rechner friert komplett ein.  Anschließend lässt er sich nicht mehr starten, geht an, aus, an, aus – brav im 10 Sekunden Takt, aber ins Bios schafft er es nicht mehr.   Am nächsten Tag wurde neuer Ram besorgt, Rechner startete wieder und auch die Windows Installation lief durch.  Dank Steam waren Programme wie Spore schnell auf der Platte. Alles schön.

Der Lerneffekt ist klar: Nicht von Annahmen und Interpretationen leiten lassen, nicht irgendwelchen Kausalketten folgen.  Im Nachhinein ist mir das ein völliges Rätsel, wie ich so in die Irre laufen konnte.  Der erste fehlinterpretierte MemTest war sträflich, wobei dieser Test definitiv nicht so schlimm ausgefallen war wie der zweite Test. Vermutlich haben wir den Sterbeprozeß des Rams live erlebt.

Hmm, aber da fehlt doch noch was?  Achja, der Flugsimulator: FSX ließ sich auch nach der kompletten Neuinstallation nicht installieren. War doch klar oder? Fehler -1603.  Da der Rechner ansonsten stabil lief, konnten – endlich – die Installations-CDs auf die Festplatte kopiert werden. Das sollte die Installation doch arg beschleunigen und was soll ich sagen:  Beim Kopieren der DVD1 trat ein Leserfehler auf. In allen Rechnern in denen wir es probiert haben. Die DVDs sehen aus wie neu, minimalste Gebrauchsspuren – ein winziger, wirklich kaum zu sehendes kleines "Krätzerchen" sorgte offenbar für diesen Lesefehler.   DVDs wie neu und eine bekloppte, völlig irreführende Fehlermeldung und das das Problem in diversen FSX Foren bekannt war, haben auch hier für eine völlig falsche Einschätzung gesorgt. Nachdem ich das "beschädigte" Cab File besorgt habe, lief die Installation von FSX problemlos durch.

Ich frage mich nur, welchen Verlauf das ganze genommen hätte, wenn ich diesen Schritt zuerst gemacht hätte …

Danke  an K&M in der Bismarckstraße – definitiv ein Stammkunde auf Lebenszeit mehr.


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Kategorie: Anders

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